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Das Soja-Netzwerk

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Das Soja-Netzerk ist ein Verbundvorhaben der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), der Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern e.V. (LVÖ), dem Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Augustenberg (LTZ) sowie der Life Food GmbH – Taifun Tofuprodukte (Projektstruktur). Das Projekt wurde im Rahmen einer BMEL-Pressekonferenz offiziell am 09.09.2013 gestartet und wird aus Mitteln des Bundeshaushaltes in Rahmen der BMEL Eiweißpflanzenstrategie gefördert. Die Gesamtkoordination sowie das Datenmanagement des Verbundprojektes übernimmt die LfL.

Ziel des Gesamtprojektes ist die Ausweitung und Verbesserung des Anbaues und der Verarbeitung von Sojabohnen in Deutschland. Hierfür wird im Verbundvorhaben ein bundesweites Netzwerk von Demonstrationsbetrieben aufgebaut, das dem Wissenstransfer zwischen Forschung, Beratung und Praxis dient. Im Netzwerk werden 120 ökologisch und konventionell wirtschaftende Betriebe aus 11 Bundesländern eingebunden; der Schwerpunkt liegt in Bayern und Baden-Württemberg.

Bei den Demonstrationsbetrieben wird zwischen zwei Kategorien unterschieden. Auf den „Leuchtturmbetrieben“ werden aktuelle Erkenntnisse aus der Forschung in die Praxis umgesetzt und Demonstrationsanlagen zu verschiedenen produktionstechnischen Fragestellungen angelegt. Betriebe der zweiten Kategorie liefern schlagbezogene Daten zu Sojabohnen, Vergleichs- und Nachfrüchten. Die Daten werden zentral analysiert und geben Aufschluss über Wirtschaftlichkeit, Vorfruchtwirkung und Ökosystemleistung der Sojabohne. Im Projekt sollen außerdem drei modellhafte Wertschöpfungsketten entwickelt werden, die die Verwertung von Sojabohnen als Futtermittel in der konventionellen und ökologischen Landwirtschaft sowie als Lebensmittel aufzeigen. In diesen Modellen sollen die Erfolgsfaktoren, Probleme und Flaschenhälse benannt werden, damit die Konzepte zur Nachahmung genutzt werden können.

Ein zentraler Punkt des Soja-Netzwerks ist der Wissenstransfer zwischen Forschung, Beratung und Praxis. Daher werden über die gesamte Projektlaufzeit von allen Projektpartnern Maßnahmen wie Feldtage, Seminare oder Vortragsveranstaltungen zum Anbau und der Verwertung von Soja durchgeführt. Die Veranstaltungen richten sich an Landwirte und Berater sowie Unternehmen, die Soja aufbereiten und verarbeiten und an der Verwendung von Soja aus Deutschland interessiert sind. Die auf den Demonstrationsbetrieben gewonnenen Erkenntnisse oder auch neue Forschungsfragen werden zudem in Fachpublikationen einem interessierten Publikum und der Wissenschaft verfügbar gemacht.

Von der Pädagogischen Hochschule in Freiburg werden eine dynamische Unterrichtskonzeption und Unterrichtsmaterialien zum Thema „Pflanzliche Eiweiße für die Ernährung des Menschen aus nachhaltiger Landwirtschaft am Beispiel Soja“ erstellt.

Den Info-Flyer zum Sojanetzwerk finden Sie hier.

Autor: Dr. Nina Weiher, Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft