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Datenauswertung zu Betrieben, Schlägen und
Demonstrationsanlagen

Teilnehmende Betriebe im Erntejahr 2016

Im Erntejahr 2016 haben sich am Soja-Netzwerk insgesamt 117 Betriebe aus 11 Bundesländern beteiligt. Der Schwerpunkt liegt in den für den Sojaanbau klimatisch begünstigten Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg. Seit Beginn im Jahr 2014 haben nach derzeitigem Stand insgesamt 8 Betriebsleiter/innen das Netzwerk verlassen. Von Seiten der betreffenden Projektpartner wurde jedoch für alle Ausfälle passender Ersatz gefunden. Im Gegensatz zu den beiden zurückliegenden Erntejahren 2014 und 2015 befindet sich im Erntejahr 2016 erstmalig ein Betrieb in Umstellung von konventioneller auf ökologische Bewirtschaftungsform (Tab. 1).

Tabelle 1: Anzahl der teilnehmenden Betriebe nach Bundesland und Bewirtschaftungsform

Tabelle 1: Anzahl der teilnehmenden Betriebe nach Bundesland und Bewirtschaftungsform

Alle teilnehmenden Betriebe erfassen schlagbezogene Daten zu vier verschiedenen Feldfrüchten. Dabei handelt es sich um die Sojabohne und um eine Vergleichsfrucht zur Sojabohne sowie um die Nachfrüchte beider Kulturen. 50 der 118 Betriebe (42,7 %) sind Leuchtturmbetriebe mit einer Anlage zur Demonstration des Sojabohnenanbaus in verschiedenen Varianten. Die übrigen 67 Betriebe (57,3 %) beschränken sich auf die Erfassung von Daten ihrer normalen Bewirtschaftung und werden deshalb als Datenerfassungsbetriebe bezeichnet. Ein Blick auf die Bewirtschaftungsform zeigt, dass die Öko-Betriebe inklusive des Betriebes in Umstellung mit 53,9 % etwas stärker vertreten sind als die konventionellen Betriebe (46,1 %) (Abb. 1).

Abbildung 1:Anzahl der teilnehmenden Betriebe in Abhängigkeit von Bewirtschaftungsform und Teilnahmeart

Abbildung 1: Anzahl der teilnehmenden Betriebe in Abhängigkeit von Bewirtschaftungsform und Teilnahmeart

Im Erntejahr 2016 können die Daten von 57 ökologisch und 53 konventionell wirtschaftenden Betrieben in die Auswertung der Sojaschläge mit einbezogen werden. Ein weiterer Landwirt baute in diesem Jahr zwar keine Sojabohnen mehr an, übermittelte jedoch die Angaben zu den übrigen 3 Schlägen. Die restlichen 6 Betriebe lieferten dagegen unzureichende Daten.

Die Verteilung der teilnehmenden ökologischen und konventionellen Betriebe innerhalb der Bundesrepublik ist aus Abb. 2 zu entnehmen. Neben der geographischen Lage ist auch deren Zuordnung in jeweils eine von 6 Regionen ersichtlich. Dabei werden die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg zur Region ‚Nord‘ zusammengefasst. Das Saarland, Rheinland-Pfalz, Hessen, Thüringen und Sachsen sind der Region ‚Mitte‘ zugeordnet. Aufgrund der hohen Anzahl an Betrieben im Süden Deutschlands lassen sich die beiden Bundesländer Baden-Württemberg und Bayern jeweils in eine nördliche und eine südliche Region unterteilen.

Darüber hinaus sind in der Karte auch die Boden-Klima-Räume in Deutschland über die unterschiedlich eingefärbten Flächen dargestellt. Soweit möglich werden Kennwerte nicht nur auf Ebene Deutschlands, sondern auch für die genannten Regionen ausgewertet. Aus datenschutzrechtlichen Gründen können die Kenngrößen für eine Region nur dann ausgegeben werden, wenn mindestens 4 Betriebe dazu Daten liefern.

Abbildung 2: Verteilung der im Soja-Netzwerk teilnehmenden Betriebe innerhalb Deutschlands sowie Aufteilung in 6 verschiedene Regionen. Farbgebung und Nummerierung nach Boden-Klima-Räumen (siehe Link: http://geoportal.jki.bund.de/index.htm, 29.07.2016). Quelle: Julius Kühn-Institut (JKI) (2007); Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) (2012); Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) (2014); Kartenerstellung: Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) (2014)

Abbildung 2: Verteilung der im Soja-Netzwerk teilnehmenden Betriebe innerhalb Deutschlands sowie Aufteilung in 6 verschiedene Regionen. Farbgebung und Nummerierung nach Boden-Klima-Räumen
(siehe Link: http://geoportal.jki.bund.de/index.htm, 29.07.2016).
Quelle: Julius Kühn-Institut (JKI) (2007); Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) (2012); Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) (2014); Kartenerstellung: Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) (2014)

Der Sojaanbau im Netzwerk

Im Zuge der Datenauswertung und der Einordnung der im Netzwerk beteiligten Betriebe stellt sich die Frage, welche Erfahrungen die Landwirte im Hinblick auf den Sojabohnenanbau haben und wie lange dieser auf den Betrieben bereits umgesetzt wird. 44 ökologisch und 52 konventionelle Landwirte haben hierzu Daten geliefert.

Von den im Netzwerk beteiligten konventionellen Betrieben nahmen die ersten die Sojabohne bereits 1986 in ihre Fruchtfolge auf. 11 Jahre später folgten die Pioniere im ökologischen Landbau. Wie aus Abb. 3 ersichtlich, wurde dieses Niveau ohne weitere Zuwächse bis ins Jahr 2000 gehalten. Erst in den darauffolgenden Jahren stiegen zunächst im Öko-Bereich, ab 2004 auch im konventionellen Bereich weitere Betriebe in die Sojabohnenproduktion ein. Zunächst war das Wachstum jedoch eher zögerlich, sodass bis 2010 für beide Bewirtschaftungsformen lediglich 25 % der heute im Netzwerk integrierten Landwirte die Körnerleguminose auf den hofeigenen Feldern anbauten. Der wesentliche Zuwachs erfolgte erst in den Jahren 2011 bis 2014, in denen die restlichen 75 % der Betriebe mit dem Anbau begannen. Rund 15 % der Betriebe stiegen erst mit Beginn des Demonstrationsnetzwerkes in die Sojaproduktion ein.

Abbildung 3:Entwicklung des Sojabohnenanbaus in den im Soja-Netzwerk beteiligten Betrieben

Abbildung 3: Entwicklung des Sojabohnenanbaus in den im Soja-Netzwerk beteiligten Betrieben

Entwicklung der Sojafläche

In beiden Bewirtschaftungsformen dehnten die Betriebe den Anbau von Sojabohnen zwischen 2014 und 2015 aus (Abb. 4). Im Öko-Bereich lag die durchschnittliche Fläche im Erntejahr 2014 bei durchschnittlich etwa 12 ha und damit im Mittel um knapp 2 ha über dem Niveau der konventionell wirtschaftenden Betriebe (10,5 ha). Ein Blick auf das darauffolgende Erntejahr zeigt dagegen, dass die Anbaufläche auf konventioneller Seite deutlich stärker angestiegen ist als bei den Öko-Betrieben. Im Erntejahr 2015 pendelte sich daher die mit Sojabohnen bewirtschaftete Fläche in beiden Bewirtschaftungsformen auf durchschnittlich etwa 13 ha ein. Ein wesentlicher Grund für diese Entwicklung könnten die ab dem Jahr 2015 für konventionelle Betriebe geforderten Greeningmaßnahmen sein. Der Verpflichtung zur Bereitstellung einer ökologischen Vorrangfläche in Höhe von 5 % der Ackerfläche dürfen die Landwirte mit dem Anbau von Leguminosen nachkommen, wobei jedes Hektar dieser Fläche auf die Stilllegungsverpflichtung mit 0,7 ha angerechnet wird. Ökologische Betriebe sind von der Verpflichtung zur Flächenstilllegung generell befreit.

Im Erntejahr 2016 zeigt sich für die im Netzwerk beteiligten konventionellen Betriebe mit 13,2 ha eine Stagnation im Zuwachs der mittleren Anbaufläche. Der Grund für diese Entwicklung ist eventuell auf die im Jahr 2015 lange anhaltende Trockenheit in weiten Teilen Deutschlands zurückzuführen. Folglich kam es auf einigen Betrieben zu deutlichen Ertragseinbußen und einem daraus resultierenden, schlechteren ökonomische Abschneiden der Sojabohne, auch im Vergleich zu Alternativkulturen. Möglicherweise haben sich vor diesem Hintergrund viele der konventionell wirtschaftenden Landwirte eher gegen eine Ausdehnung der Sojaanbaufläche entschieden.

Eine andere Entwicklung zeigt sich für die Öko-Betriebe. Hier ist im aktuellen Jahr 2016 eine Steigerung der Anbaufläche auf durchschnittlich knapp 14 ha zu verzeichnen. Zwar kam es auch in diesen Bereich aufgrund der klimatischen Gegebenheiten im Jahr 2015 zu teilweise erheblichen Ertragseinbußen, allerdings war das ökonomische Abschneiden der Sojabohne wegen des höheren Erzeugerpreises für Bio-Soja nicht so schlecht, wie bei den konventionellen Betrieben. Dieser Umstand könnte insgesamt der Grund dafür sein, dass für diese Bewirtschaftungsform nach wie vor eine Steigerung der Anbaufläche zu erkennen ist.

Abbildung 4:Entwicklung der durchschnittlichen Anbaufläche von Sojabohnen in den am Soja-Netzwerk beteiligten Betrieben

Abbildung 4: Entwicklung der durchschnittlichen Anbaufläche von Sojabohnen in den am Soja-Netzwerk beteiligten Betrieben

Zumindest im konventionellen Bereich bestätigt sich dieser für Deutschland gültige Trend weitestgehend auch bei regionaler Betrachtung. So lässt sich vom Erntejahr 2014 auf 2015 in den vier Regionen ebenfalls eine vergleichsweise deutliche Steigerung der Anbaufläche erkennen während diese von 2015 auf 2016 mit Ausnahme der Region Nord nicht mehr gegeben ist (Abb. 5). Bei den ökologisch wirtschaftenden Betrieben muss dagegen differenziert werden. So kann für die Region Mitte sowie für das Bundesland Bayern von 2014 bis 2016 durchwegs eine Steigerung der Anbaufläche beobachtet werden. Im Gegensatz dazu ist im Norden und in Baden-Württemberg von 2014 auf 2015 lediglich eine leichte Steigerung und von 2015 auf 2016 sogar ein deutlicher Rückgang in der durchschnittlichen Anbaufläche der Netzwerkbetriebe gegeben.

Darüber hinaus ist ersichtlich, dass sich die bewirtschaftete Fläche in den Regionen im Vergleich der beiden Bewirtschaftungsformen meist nicht wesentlich voneinander unterscheidet. Dies gilt insbesondere für die Regionen ‚Mitte‘ und ‚Baden-Württemberg‘. Allerdings ist auch in diesem Punkt eine Ausnahme zu erkennen. So liegt die mittlere Flächengröße der Öko-Betriebe im Norden Deutschlands auf einem deutlich höheren Niveau als bei den konventionellen Betrieben. Insgesamt beträgt der durchschnittliche Flächenunterschied zwischen ökologischen und konventionellen Betrieben im Erntejahr 2016 für diese Region circa 18 ha.

Abbildung 5:Entwicklung der durchschnittlichen Anbaufläche von Sojabohnen in den Netzwerkbetrieben nach den Regionen Nord, Mitte, Baden-Württemberg (BW) und Bayern (BY)

Abbildung 5: Entwicklung der durchschnittlichen Anbaufläche von Sojabohnen in den Netzwerkbetrieben nach den Regionen Nord, Mitte, Baden-Württemberg (BW) und Bayern (BY)

 

Beweggründe für den Sojaanbau auf dem eigenen Betrieb

Die Beweggründe der Landwirte für einen Anbau von Sojabohnen auf dem eigenen Betrieb sind aus Abb. 6 zu entnehmen. Im Vergleich zu den Vorjahren haben sich hier keine Änderungen in der Art der Nennungen ergeben. Mit jeweils einem Viertel haben sowohl die Erzeugung GVO-freier Ware als auch die Unabhängigkeit von Sojaimporten und die damit einhergehende Versorgungssicherheit im Unternehmen die größte Bedeutung. Für 13,5 % der Betriebsleiter/innen steht außerdem die Produktion regionaler Ware genauso im Vordergrund, wie die Steigerung der Wertschöpfung innerhalb des eigenen Betriebes (ebenfalls 13,5 %). Weitere Gründe für den eigenen Anbau, jedoch auf Grund einer zu geringen Anzahl an Nennungen in der Rubrik ‚Sonstiges‘ zusammengefasst, sind zum Beispiel eine Verkürzung der Transportwege und die damit verbundene Reduzierung des CO2-Ausstoßes oder Kostenvorteile gegenüber GVO-freiem Importsoja.

 

Abbildung 6:Beweggründe der im Netzwerk beteiligten Landwirte für den Sojabohnenanbau auf dem eigenen Betrieb

Abbildung 6: Beweggründe der im Netzwerk beteiligten Landwirte für den Sojabohnenanbau auf dem eigenen Betrieb

Einordnung der beteiligten Betriebe

Im Hinblick auf die Einordnung der Betriebe nach der landwirtschaftlich genutzten Fläche ergibt sich für das Erntejahr 2016 ein ähnliches Ergebnis wie in den vorangegangenen Jahren (Abb. 7).

Die meisten der konventionell und ökologisch wirtschaftenden Betriebe sind mit einem Anteil von 35 % der Gruppe 50 bis 99,9 ha zuzuordnen. Daran anschließend folgen die Gruppen 100 bis 199,9 ha (konv: 24 %; ökol: 17 %) und 0,1 bis 49,9 ha (konv: 13 %, ökol: 19 %). Auch wenn die Rangfolge der Zuordnung dieselbe ist, wie in den Erntejahren 2014 und 2015, so haben sich in den einzelnen Gruppen doch leichte Verschiebungen ergeben. Diese Abweichung rührt mitunter aus dem Wechsel von Betrieben innerhalb des Netzwerks.

In Bezug auf die wirtschaftliche Ausrichtung ergeben sich im Vergleich zu den beiden Vorjahren nahezu keine Änderungen. Ungeachtet der Bewirtschaftungsform sind auf alle Betriebe gesehen nach wie vor genau so viele reine Ackerbaubetriebe zu verzeichnen, wie Betriebe, bei denen neben der Pflanzenproduktion auch die Tierhaltung eine wesentliche Rolle spielt. Mit einem Anteil von etwa 60 % wirtschaften viele der ökologischen Betriebe weiterhin viehlos (Abb. 8).

 

 

Abbildung 7:Anteil der konventionell und ökologisch wirtschaftenden Betriebe in Betriebsgrößenklassen nach landwirt-schaftlich genutzter Fläche

Abbildung 7: Anteil der konventionell und ökologisch wirtschaftenden Betriebe in Betriebsgrößenklassen nach landwirt-schaftlich genutzter Fläche

 

Abbildung 8:Anteil von viehlosen und viehhaltenden Betrieben

Abbildung 8: Anteil von viehlosen und viehhaltenden Betrieben

Vor diesem Hintergrund stellt Abb. 9 dar, welche Tierarten in den im Netzwerk eingebundenen landwirtschaftlichen Betrieben gehalten werden. Im Öko-Bereich sind es im Jahr 2016 am häufigsten Mastrinder. Daran anschließend folgt die Legehennenhaltung. Weiterhin werden auf 5 bzw. 4 Betrieben Mastschweine und Milchkühe gehalten. Darüber hinaus sind Zuchtsauen und Masthähnchen zu finden. Unter sonstige Tierarten fallen Ziegen, Schafe und Puten.

Konventionelle Betriebe halten nach wie vor am häufigsten Mastschweine. Diesem Betriebszweig folgen die Rindfleischproduktion sowie die Milchkuh- und Legehennenhaltung. Im Gegensatz zu den Öko-Betrieben gibt es im Netzwerk nach 2014 und 2015 auch im Jahr 2016 keinen konventionell wirtschaftenden Betrieb mit Masthähnchenhaltung.

Abbildung 9:Haltung verschiedener Tierarten in den konventionell und ökologisch wirtschaftenden Betrieben

Abbildung 9: Haltung verschiedener Tierarten in den konventionell und ökologisch wirtschaftenden Betrieben

Demonstrationsanlagen

Sowohl auf ökologisch als auch auf konventionell wirtschaftenden Leuchtturmbetrieben werden Demonstrationsanlagen zu unterschiedlichen Anbauvarianten für Sojabohnen installiert. Dabei wird in der Regel für jede Variante ein Bewirtschaftungsstreifen angelegt. In den Streifenanlagen lässt sich der Erfolg der jeweils durchgeführten Maßnahme beobachten und veranschaulichen. Variiert werden z. B. die Themen Impfung, Sorten und Regulierung des Beikrauts.

In den Anlagen findet keine Durchführung von Exaktversuchen statt. Deshalb können Beobachtungen in den Streifen keine allgemeingültigen, wissenschaftlich abgesicherten Ergebnisse liefern. Die Anlagen dienen lediglich der Veranschaulichung und lassen, wenn überhaupt, nur Tendenzen erkennen. Aus diesem Grund werden in den Demonstrationsanlagen auch keine Ertragsermittlungen durchgeführt. Gegen eine Verallgemeinerung der Beobachtungen spricht auch, dass die Bonituren zu den jeweiligen Themen durch verschiedene Personen vorgenommen werden.

In den von den einzelnen Leuchtturmbetrieben angelegten Demonstrationsanlagen wurden zwischen 1 und 5 Themen gezeigt. Abbildung 10 stellt die Art und den Umfang der installierten Themen dar. Aus der Abbildung kann außerdem die Verteilung zwischen den beiden Bewirtschaftungsformen entnommen werden.
Wie im Jahr 2014 legten viele ökologisch und konventionell wirtschaftende Betriebsleiter/innen Demonstrationsanlagen zu Sorten und Impfung an. Für die Installation dieser Themen entschieden sich 19 bzw. 13 Betriebe. Von mittlerer Bedeutung waren verschiedene Saatverfahren und die Saatstärke sowie die mechanische und chemische Beikrautregulierung. Nur wenige Betriebe installierten Anlagen zum Saatzeitpunkt oder zur Mulchsaat.

Abbildung 10: Themen der Demonstrationsanlagen im Erntejahr 2015

Abbildung 10: Themen der Demonstrationsanlagen im Erntejahr 2015

Als Besonderheit des Jahres 2015 ist auch im Zusammenhang mit den Demonstrationsanlagen die in weiten Teilen Deutschlands vorherrschende Trockenheit zu erwähnen. Eine dadurch verursachte langsame Jugendentwicklung führte in einigen Anlagen dazu, dass die Sojabohne von verschiedenen Beikräutern überwuchert wurde. In ein paar Fällen musste daraufhin die Fläche umgebrochen werden. Eine vorherige Bonitur war dann nur noch ansatzweise oder gar nicht möglich. Einsetzende Niederschläge im August führten in manchen Betrieben zu einem Nachblühen der Sojabohne, sodass sich eine Verzögerung in der Ernte ergab. Darüber hinaus berichten einige Betreuer/innen von starkem Taubenfraß, der sich nicht nur in den Demonstrationsanlagen, sondern auch auf den Praxisschlägen zu teilweise lückigen Beständen ausweitete. Eine Abwehr der Vögel mit einem Schussapparat zum Verschrecken der Tiere, wie sie auf einem Betrieb erfolgte, durfte wegen Lärmbelästigung nicht weiter fortgeführt werden. Trotz der teilweise schwierigen Bedingungen wurden auch in diesem Jahr wieder einige interessante Beobachtungen in den verschiedenen Themen der Demonstrationsanlagen gemacht.

Praxisschläge 2014
Demonstrationsanlagen 2014

Praxisschläge 2015

Demonstrationsanlagen 2015

Praxisschläge 2016
Demonstrationsanlagen 2016

Autor: Lukas Wolf, LfL