Sojaanbau in Deutschland hat viele Vorteile – Zeit für die Eiweißwende!

Im Jahr 2018 hat der Sojaanbau in Deutschland mit 23.900 ha erneut einen historischen Höchststand erreicht. Gegenüber 2017 ist die Sojafläche um 25% gewachsen. Davon profitieren Landwirtschaft, Umwelt und Gesellschaft. Die Vorteile des heimischen Anbaus auf einen Blick:

  • gentechnikfrei – nicht mit Glyphosat behandelt
  • keine Abholzung von Regenwald
  • verringert die Importabhängigkeit
  • nachhaltige Produktion unter strengen deutschen Umweltauflagen und Sozialstandards
  • bereichert die Fruchtfolgen, belebt den Boden, kann Fruchtfolgeprobleme lösen
  • bindet als Leguminose Stickstoff aus der Luft und spart Dünger ein
  • besonders wertvolle Körnerleguminose mit hohem Anteil an essentiellen Aminosäuren für die Ernährung von Menschen und landwirtschaftlichen Nutztieren
  • Anbau für viele Landwirte in unterschiedlichen Regionen Deutschlands sinnvoll und rentabel

Bei aller Freude über die gestiegenen Anbauflächen bleibt festzuhalten, dass nur ca. 1% der jährlich in Deutschland benötigten Sojabohnen im Land produziert wird. Dabei gibt es viele gute Gründe für eine Eiweißwende. Schon heute könnten wir in Deutschland ca. zwei Millionen Tonnen Sojabohnen pro Jahr produzieren und damit 40% unseres Bedarfs decken. Wenn wir zusätzlich noch den Verzehr tierischer Produkte auf ein vernünftiges Maß reduzieren und den Anbau anderer Hülsenfrüchte (Klee, Luzerne, Ackerbohnen, Erbsen, Linsen) ausweiten würden, hätte das viele Vorteile für unsere Gesundheit und unsere Umwelt.

Haben Sie Lust bekommen, die Eiweißwende zu unterstützen und mitzugestalten? Dann werden Sie jetzt Mitglied im Deutschen Sojaförderring e.V.!

Autor: Martin Miersch für den Deutschen Sojaförderring e.V. und das Projekt Soja-Netzwerk