Aktuell
  • Nach der Aussaat geht es weiter! Infos zur Beikrautregulierung gibt es hier.
  • Neue Bio-Ölmühle im Nürnberger Hafen ab Sommer 2021. Mehr
  • 21.01.21: Die Übersicht Sojasorten und Bezugsquellen 2021 ist erschienen. In Deutschland bieten 19 Anbieter Saatgut von 59 Sorten an – viele davon auch mit Bio-Zertifizierung. Landwirte können zudem aus elf verschiedenen Impfmitteln wählen.
  • Aktuell liegen die Notierungen der ADM Straubing für konventionell erzeugte deutsche Sojabohnen über 67 €/dt (und über 55 €/dt für die kommende Ernte). Dies sowohl für kurzfristig lieferbare Ware als auch für Ware der nächsten Ernte. Es lohnt sich, die aktuelle Preisentwicklung zu beobachten und ggf. jetzt einen Teil seiner Ware zu verkaufen bzw. zu kontraktieren. ADM 9.6.21
  • Alle Presseberichte finden Sie hier

Sojaförderring

Soja aus Deutschland und Europa – wichtig für die Sicherheit der Eiweißversorgung in turbulenten Zeiten

Mehr Sojaanbau in Deutschland und Europa könnte ein sinnvoller Teil der Ernährungsvorsorge sein. Wie uns die Corona-Pandemie zeigt, können weltweite Lieferketten plötzlich unterbrochen werden. Eine Veröffentlichung des Vereins Donausoja beleuchtet die Fakten und plädiert für eine resiliente Eiweißversorgung in der EU durch:

  • Förderung des Leguminosenanbaus in der EU
  • Entwicklung von Partnerschaftsprogrammen mit den osteuropäischen Nachbarn für den Aufbau einer zweiten Versorgungskette in die EU
  • Verstärkung von Forschung und Entwicklung für eine europäische Produktion von pflanzlichem Eiweiß für Lebens- und Futtermittel, reduzierten Eiweißverbrauch und alternativen Eiweißquellen
  • Umstellung der Importe auf nachhaltige Quellen ohne Abholzung
  • Unterstützung des Umstiegs der Ernährung auf nachhaltige tierische und pflanzliche Lebensmittel

Im Jahr 2019 hat der Sojaanbau in Deutschland mit rund 29.200 ha erneut einen historischen Höchststand erreicht. Gegenüber 2018 ist die Sojafläche um 21% gewachsen. Anbauschwerpunkte waren Bayern (15.700 ha) und Baden-Württemberg (7.668 ha). Vom heimischen Anbau profitieren Landwirtschaft, Umwelt und Gesellschaft. Die Vorteile auf einen Blick:

  • gentechnikfrei – nicht mit Glyphosat behandelt
  • keine Abholzung von Regenwald
  • verringert die Importabhängigkeit
  • nachhaltige Produktion unter strengen deutschen Umweltauflagen und Sozialstandards
  • bereichert die Fruchtfolgen, belebt den Boden, kann Fruchtfolgeprobleme lösen
  • bindet als Leguminose Stickstoff aus der Luft und spart Dünger ein
  • besonders wertvolle Körnerleguminose mit hohem Anteil an essentiellen Aminosäuren für die Ernährung von Menschen und landwirtschaftlichen Nutztieren
  • Anbau für viele Landwirte in unterschiedlichen Regionen Deutschlands sinnvoll und rentabel

Bei aller Freude über die gestiegenen Anbauflächen bleibt festzuhalten, dass nur ca. 2% der jährlich in Deutschland benötigten Sojabohnen im Land produziert wird. Dabei gibt es viele gute Gründe für eine Eiweißwende. Schon heute könnten wir in Deutschland ca. zwei Millionen Tonnen Sojabohnen pro Jahr produzieren und damit 40 -50% unseres Bedarfs decken. Wenn wir zusätzlich noch den Verzehr tierischer Produkte auf ein vernünftiges Maß reduzieren und den Anbau anderer Hülsenfrüchte (Klee, Luzerne, Ackerbohnen, Erbsen, Linsen) ausweiten würden, hätte das viele Vorteile für unsere Gesundheit und unsere Umwelt.

Haben Sie Lust bekommen, die Eiweißwende zu unterstützen und mitzugestalten? Dann werden Sie jetzt Mitglied im Deutschen Sojaförderring e.V.!

Autor: Deutscher Sojaförderring e.V.