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Sojaförderring

Sojaanbau in Deutschland entwickelt sich rasant!

Im Jahr 2022 ist die Sojafläche in Deutschland gegenüber dem Vorjahr um fast 50% auf nunmehr ca. 51.400 ha gewachsen. Anbauschwerpunkte waren Bayern und Baden-Württemberg. Hier ist die Sojabohne bereits die wichtigste Körnerleguminose im Anbau – noch vor Erbsen, Ackerbohnen und Lupinen. Marktteilnehmer rechnen mit einem weiteren starken Wachstum und erwarten mittelfristig einen Anbauumfang von mindestens 100.000 ha. Vom heimischen Anbau profitieren Landwirtschaft, Umwelt und Gesellschaft. Die Vorteile auf einen Blick:

  • gentechnikfrei – nicht mit Glyphosat behandelt
  • keine Abholzung von Regenwald
  • verringert die Importabhängigkeit
  • nachhaltige Produktion unter strengen deutschen Umweltauflagen und Sozialstandards
  • bereichert die Fruchtfolgen, belebt den Boden, kann Fruchtfolgeprobleme lösen
  • bindet als Leguminose Stickstoff aus der Luft und spart Dünger ein
  • besonders wertvolle Körnerleguminose mit hohem Anteil an essentiellen Aminosäuren für die Ernährung von Menschen und landwirtschaftlichen Nutztieren
  • Anbau für viele Landwirte in unterschiedlichen Regionen Deutschlands sinnvoll und rentabel

Bei aller Freude über die gestiegenen Anbauflächen bleibt festzuhalten, dass bisher nur ca. 3% der jährlich in Deutschland benötigten Sojabohnen im Land produziert werden. Dabei gibt es viele gute Gründe für eine Eiweißwende. Schon heute könnten wir in Deutschland ca. zwei Millionen Tonnen Sojabohnen pro Jahr produzieren und damit 40 -50% unseres Bedarfs decken. Wenn wir zusätzlich noch den Verzehr tierischer Produkte auf ein vernünftiges Maß reduzieren und den Anbau anderer Hülsenfrüchte (Klee, Luzerne, Ackerbohnen, Erbsen, Linsen) ausweiten würden, hätte das viele Vorteile für unsere Gesundheit und unsere Umwelt.

Haben Sie Lust bekommen, die Eiweißwende zu unterstützen und mitzugestalten? Dann werden Sie jetzt Mitglied im Deutschen Sojaförderring e.V.!

Autor: Deutscher Sojaförderring e.V.