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Bohnensaatfliege

Phorbia platura ist ein heimischer Keimlings-Schädling, der zahlreiche Kulturen befällt, darunter Bohnen, Erbsen und verschiedene Gemüsearten wie Salat, Spinat und Spargel. Auch keimende Sojabohnen werden häufig von den Larven der Fliege befallen, dabei kann die Befallsstärke von nicht sichtbar bis zum Totalschaden reichen. Verstärkt tritt der Schädling auf Lössböden auf. Relevant werden die Schäden in der Regel erst, wenn die Keimphase durch zu tiefe Saat oder nasskalte Witterung verzögert wird. Inwieweit auch bei nicht sichtbaren Schäden Ertragseinbußen auftreten, ist schwer zu sagen. Wahrscheinlich ist die Fliege weiter verbreitet als bekannt ist.

Symptome

Erstes Symptom eines Befalls mit der Bohnensaatfliege sind lückige, dünne Sojareihen in der Keimphase. Gräbt man die nicht auflaufenden Sojabohnen aus, so findet man angekeimte Bohnen mit Fraßgängen, in denen häufig noch die weißliche Made zu finden ist.

Bekämpfung

Im Ökolandbau gibt es keine zugelassenen Mittel gegen die Bohnenfliege. Bei Soja ist eine nicht zu tiefe Aussaat zum optimalen Zeitpunkt die wirksamste Vorbeugung, besonders auf schweren Böden. Gute Triebkraft im Saatgut hilft zusätzlich dabei, den Larven rasch davon zu wachsen. Ist die Bohne einmal aus dem Boden, wird sie nicht mehr vernichtet.

Weitere Informationen finden Sie in unserer Sojainfo Nr. 24.

Autor: Fabian von Beesten, Taifun Tofuprodukte