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Wildschäden sind bei Soja durchaus ein Thema

Fraßschäden durch Hasen, Rehe und Damwild sind bei der eiweißreichen, schmackhaften Sojapflanzen keine Seltenheit. Zu nennenswerten Ausfällen führen sie gelegentlich auf Standorten, wo sich das Wild auf wenige kleine Sojaflächen konzentriert. In den Haupt-Anbaugebieten verteilen sich die Schäden in aller Regel. Zudem kompensiert Soja viel durch verstärkte Seitentrieb-Bildung. Wildschweine werden von Soja kaum angezogen. Gelegentlich kommt es zu Schäden, wenn sie sich zur Rast in Sojafeldern niederlassen.

Tauben und Krähen können hingegen besonders in Stadtnähe und in Kältephasen, wenn es sonst wenig zu fressen gibt und wenn die Keimlingsphase sich lange hinzieht, zu erheblichen Ausfällen im keimenden Sojabestand führen. Auf einigen wenigen Standorten sind die Schäden derart massiv, dass der Anbau der Kultur in Frage gestellt wird. Bedauerlich ist es vor allem, wenn Landwirte testweise auf einer kleinen Fläche Soja anbauen und entsprechend der Schaden groß ist, wo er vielleicht auf größerer Fläche erträglich geblieben wäre. Die diversen verfügbaren Methoden zur Vogelabwehr in Soja zeigen unterschiedliche Wirkung.

Bei Tauben-, Krähen- und Hasenfraß trägt Landwirt allein den Schaden. Bei Verlusten durch Schalenwild empfiehlt sich hingegen eine Wildschadensmeldung.

Autor: Pascal Gerbaulet, LWK NRW; Fabian von Beesten, Taifun Tofuprodukte