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Märkte und Preise

Sojapreise aktuell

Der Verein Donausoja veröffentlicht auf seiner Website regelmäßig Preise für Sojaschrot (GVO-frei, Herkunft Europa).

Die LEL bietet auf ihrer Website ein Excel-Sheet zur Preisableitung CBoT –> Süddeutsches Kraftfutterwerk für GVO-freie Sojabohnen an.

Für eine Erleichterung der Vermarktung von Körnerleguminosen sowie den Handel zwischen Landwirtenhat das im Rahmen der BMEL Eiweißpflanzenstrategie eingerichtete Demonstrationsnetzwerk Erbse/Bohne einen Leguminosen-Marktplatz eingerichtet, der auch für die Vermarktung von Soja und Lupine, den Kulturen der beiden anderen Demonstrationsnetzwerke, offensteht: http://www.leguminosenmarkt.de

Sojapreise Süddeutschland

Für einheimische konventionelle Sojabohnen unterscheiden sich die Marktpreise regional. Für 2016 konnten bei der ZG-Raiffeisen im Dezember 2015 Lieferverträge mit Preisen von rund 37 €/dt frei Kehl abgeschlossen werden. In Nordbaden lagen die Angebote der Kraichgau-Raiffeisen etwas niedriger, genauso die Angebote in Bayern. Größter Abnehmer für GVO-freie konventionelle Sojabohnen aus Süddeutschland ist seit Mitte 2016 die Ölmühle Straubing von ADM. In der Ernte 2016 wurden dort 38-39 €/dt bezahlt.

Die Preisangebote des RKW Kehl für 2017 lagen im Dezember 2016 bei 36,50 €/dt frei Kehl. Im März 2017 bot ADM 42 €/dt frei Straubing. Die ZG Raiffeisen bietet ab 2017 neu die treuhänderische Vermarktung (Kontrakt über Menge mit zunächst offenem Preis, der später fixiert werden kann) an.

Im ökologischen Vertragsanbau wurden im Herbst 2016 in Süddeutschland Erzeugerpreise von über 90 €/dt für Speiseware mit 43,0% Eiweiß (Rohware für die Tofuherstellung) bezahlt. Gegenüber dem Vorjahr blieb das Preisniveau unverändert.  Für die Ernte 2017 ist ein leichter Preisabschlag von 1-2 €/dt angekündigt.

Nach der guten Ernte gab es bei den Preisen für Öko-Futterware regional zum Teil kurzfristig Schwächetendenzen. Da der Markt das gestiegene Angebot aber zügig aufnahm, hat sich der Markt seit Anfang 2017  wieder bei rund 80 €/dt stabilisiert.

Autor: Jürgen Recknagel, Deutscher Sojaförderring