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Mit der Beikrautregulierung steht und fällt der Sojaanbau

Durch die langsame Jugendentwicklung im kühlen deutschen Klima stellt die Beikrautregulierung häufig die größte Herausforderung im Sojaanbau dar. Der Anbauerfolg steht und fällt mit einem erfolgreichen Beikrautmanagement. Bereits im Vorfeld verunkrautete Felder sind für den Sojaanbau nicht geeignet. Typisch für Soja ist ein massives Auftreten von Hitzekeimern. Melde und Amaranth können Soja förmlich ertränken. Weiter sind Gänsefuß, Knöterich- und Hirsearten sowie Kamille zu nennen. Regional kann der Schwarze Nachtschatten stark auftreten, dessen giftige Fruchtkörper schwer vom Erntegut zu trennen sind. Auch Disteln führen gelegentlich zu Problemen.

Die mechanische Beikrautregulierung erfolgt in der Regel in mehreren Durchgängen mit der Maschinenhacke, ergänzt durch den Striegel. Nach Reihenschluss sind die Bestände dann oft sehr dicht und beschatten den Boden hervorragend. Zur Abreife kann es zu Spätverunkrautung kommen. Im konventionellen Anbau ist zu beachten, dass Soja sehr sensibel auf Mittel zur chemischen Beikrautregulierung reagieren kann.

Egal ob ökologisch oder konventionell, Basis für saubere Bestände ist eine rasche, vitale Keimung und Jugendententwicklung. Einwandfreie Saatgutqualität, optimaler Saattermin und sorgfältige Aussaat vermindern später den Hack- bzw. Spritzaufwand. Generell gilt es, die Regeln der guten fachlichen Praxis zu beherzigen: Beikrautregulierung beginnt mit der flachen, gründlichen Stoppelbearbeitung nach der Vorfrucht. Wiederholtes Abschleppen sowie der Einsatz des Saatgrubbers vor der Aussaat im Frühjahr verringern ebenfalls das Samenpotential im Saathorizont. Außerdem fördert die Belüftung die Bodenerwärmung, was zu einer rascheren Keimung beiträgt. Weiter hilft eine vernünftige Fruchtfolge beim Beikrautmanagement.

Autor: Fabian von Beesten, Taifun Tofuprodukte; Jürgen Unsleber, Pflanzenbauberater