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Lagerung von Sojabohnen

Mit Blick auf die Erhaltung der Keimfähigkeit gelten Sojabohnen als schlecht lagerfähig. Dies liegt vor allem daran, dass die Samenschale der Sojabohnen sehr empfindlich ist. Dabei gibt es Sortenunterschiede. Großkörnige Sorten mit hohem TKG wie die Tofusorte PRIMUS sind häufig empfindlicher als kleinkörnige Sorten wie z.B. MERLIN. Mechanische Belastungen in Verbindung mit geringer Kornfeuchte können leicht zu Schäden an Sojakörnern führen. Diese reichen von unsichtbaren Verletzungen der Samenschale (Mikrorisse) über sichtbare Risse, Abplatzen der Samenschale bis zum Bruch der Sojabohne. Die nebenstehende Abbildung zeigt Sojabohnen mit deutlichen Rissen in der Samenschale. Als Folge der Verletzungen dringt Luft ins Sameninnere ein und führt zu Fettverderb und dem Verlust von Keimfähigkeit. Kritische Prozessschritte, bei denen Bruch und Schalenverletzungen entstehen können, sind Mähdrusch, Förderorgane, Fallhöhen und Trocknung. Gute Sojalagerung beginnt also schon bei den vorgelagerten Prozessen, bei denen alles unternommen werden muss, um Schalenverletzungen zu vermeiden.

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Autor: Martin Miersch, Taifun Tofuprodukte