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Soja in der Fütterung

Vollfette Sojabohnen und daraus hergestellter Sojakuchen sind die wichtigsten Futtermittel aus heimischem Sojabohnenanbau. Welche wertbestimmenden Inhaltsstoffe enthalten diese Futtermittel, welchen Futterwert besitzen sie und wie können sie optimal in die Schweine- und Geflügelfütterung sowie der Rinder- und Schaffütterung eingesetzt werden? Antworten auf diese Fragen gibt eine vom FibL Deutschland herausgegebene Soja-Fütterungsfibel. Als Vergleichsfuttermittel dienen die klassischen, heimischen Körnerleguminosen –insbesondere Ackerbohnen – und das dominierende Eiweißfuttermittel Sojaextraktionsschrot aus Überseeimporten.

Im Rahmen des Soja-Netzwerkes wurde vom Kraichgau Raiffeisen Zentrum ein Ergänzungsfutter für Mastschweine entwickelt und in einem Fütterungsversuch am LSZ Boxberg getestet. Zehn Prozent „erbsofit“ (bestehend aus 60% Erbsen und 40% Sojabohnen) wurden in die Futterration aufgenommen. Von der Vormast bis zur Endmast wurde ein konstantes Lysin-Energieverhältnis von 0,76 eingestellt. Die Mast- und Schlachtleistung und die Fleischqualität lagen durchweg auf hohem Niveau. Es waren keine Unterschiede zwischen der Ration mit „erbsofit“ und ohne festzustellen. Die Ration mit „erbsofit“ war in der Vormast um ca 0,70 €/dt günstiger als die Vergleichsration (GVO-frei). Aktuell laufen weitere Versuche, die der Frage nachgehen, wie der Einsatz heimischer Proteinträger in der Schweinefütterung weiter ausgebaut weren kann. Mehr Informationen finden Sie hier.

Autor: Sojaförderring