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Versuche zum Sojaanbau in Dammkultur

Die Dammkultur ist ein sehr altes, weltweit verbreitetes Bodenbearbeitungssystem mit einem erhöhten Saatbett und einem für die Pflanzen größeren durchwurzelbaren Raum. Ursprünglich wurden die Dämme durch einen einscharigen Haken- oder Häufelpflug hergestellt, den Julian Turiel zu einem modernen Gerät mit variabler Arbeitsbreite zur Anwendung mit Traktorzug weiterentwickelte.

Sojabohnen können auf Dämmen, abhängig vom vorhandenen Gerät, mit einem Abstand von 45 oder 50 cm angebaut werden. Dies wurde in einem Praxisversuche des Kompetenzzentrum Ökologischer Landbau Rheinland-Pfalz in den Jahren 2010 und 2011 durchgeführt. In den Versuchsjahren haben die Sojabohnen eine tiefe Ablage (8 bis 13cm) gut überstanden und sind regelmäßig aufgelaufen. Sojabohnen auf Dämmen scheinen weniger unter Wasserstress zu leiden und sind einfacher und schonender zu hacken, da die Dämme den Hackwerkzeugen eine Führung geben. In beiden Versuchsjahren wurde bei der Dammkultur ein höherer Ertrag (8 bis 32% höher) gegenüber einem flachen Anbau festgestellt.

Autor: Christine Zillger, Dienstleistungszentrum ländlicher Raum Rheinland Pfalz