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Der Deutsche Sojaförderring e.V.

Der Deutsche Sojaförderring wurde am 19. September 1980 in Urach als Vereinigung von Sojabohnen-Produzenten und an der Sojabohne Interessierten gegründet. Der Zweck des Vereins ist die Förderung der Erzeugung und Verarbeitung von Sojabohnen in Deutschland. Das betrifft die Züchtung der Sojabohne, den feldmäßigen Anbau, die direkte Verwertung der Samen in der menschlichen Ernährung, die Verwendung der Pflanzen in der Tierernährung und sonstige Verwertungsmöglichkeiten. Es sollen Wertschöpfungsketten unterstützt werden, die ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltig sind. Die Vielfalt von Marktpartnern entlang der Wertschöpfungskette und das Gemeinwohl sollen gefördert werden.

Die Vereinigung zählt derzeit rund 100 Mitglieder, überwiegend aktive und ehemalige Anbauer, aber auch Handels-, Verarbeitungs- und Züchtungsfirmen sowie weitere Interessenten.

Der Vorstand besteht aus einem geschäftsführenden Vorsitzenden, einem stellvertretenden Vorsitzenden und bis zu sechs Fachvertretern. Die Vorstandsmitglieder stammen aus der landwirtschaftlichen Praxis, der Forschung und Lehre, dem Sojahandel, der sojaverarbeitende Industrie, der Züchtung, der Saatgutwirtschaft und der landwirtschaftliche Beratung.

Der Sojaförderring sammelt und bewertet international verfügbares Wissen rund um die Sojabohne, insbesondere zu Anbau, Verwertung, Vermarktung, Züchtung, Ökologie und Verwendung in der Humanernährung und veröffentlicht es auf der vereinseigenen Website.

Weitere regelmäßige Aktivitäten sind die Herausgabe einer jährlich aktualisierten Anbauanleitung mit Sortenempfehlungen sowie Hinweisen für den Saatgutbezug und den Absatz. Im Sommer findet jeweils mindestens eine Fortbildungsveranstaltung bzw. Lehrfahrt statt. Bei der jährlichen Mitgliederversammlung wird u.a. über die Ergebnisse von Sojaversuchen in verschiedenen deutschen Bundesländern sowie allgemein über Entwicklungen auf dem Gebiet von Sojaanbau und -Vermarktung informiert. Hierzu werden alle verfügbaren Informationen aus dem mitteleuropäischen Anbaugebiet (Nordostfrankreich, Schweiz, Österreich, Deutschland) gesammelt und die Versuchsergebnisse in einer Übersicht zusammengestellt.

Für die Soja-Sortenversuche in Baden-Württemberg wird alljährlich ein Sortiment vorgeschlagen und an Standorten in der Rheinebene, den Gäulandschaften und auch darüber hinaus geprüft. Über die Grenzen der Bundesländer hinweg (B-W, BY, NRW, NI, R-P, SN, S-T, SN, TH) erfolgt eine Koordination der Sortimente mit dem Ziel, einige Sorten gemeinsam als Vergleichssorten zu führen.

Weiterführende Informationen

Autor: Jürgen Recknagel und Martin Miersch, Deutscher Sojaförderring